Agrar Magazin / Raps

Rapspflanzen sind wichtig in der Fruchtfolge
Raps

Warum Raps in der Fruchtfolge?

Fachbeitrag – Lesezeit ca. 2 Minuten

Traditionell wuchs der Winterraps primär im Nord-Osten Deutschlands, im Zuge der klassischen dreigliedrigen Fruchtfolge gewann er auf immer mehr Standorten an Bedeutung. In der derzeitigen Diskussion um Anbauvielfalt steigt auch die Bedeutung vom Raps als Alternative in der erweiterten Fruchtfolge immer weiter. Und so erblühen hierzulande auf knapp 900.000 Hektar die Rapsfelder im Frühsommer.
Auch wenn zunehmende Extremwetterereignisse, wegfallende Pflanzenschutz-Wirkstoffe und eine verschärfe Düngeverordnung Druck auf den Rapsertrag ausüben, besticht die Blattfrucht durch stabile Ertragswerte und große Vielseitigkeit bei der Nutzung: Bio-Diesel, Schrot zur Viehfütterung sowie Öle für die Gastronomie oder maschinelle Schmiermittel lassen sich aus dem Raps gewinnen. Rapsfruchtfolgen weisen oftmals höhere Deckungsbeiträge aus als Fruchtfolgen, in denen der Raps nicht vertreten ist. Zudem bringt der Rapsanbau viele Vorteile für Bodenqualität, Fruchtfolge- und Resistenzmanagement. Alternative Blattfrüchte wie Körnerleguminose, Mais oder Zuckerrüben erreichen diese oftmals nicht.

Raps als Allrounder

Raps ist eine wichtige Komponente in der klassischen Fruchtfolge und wirkt sich auf das gesamte Ökosystem am Standort aus:

Höherer Vorfruchtwert:

Winterraps bringt für die Folgefrucht Winterweizen einen Ertragsvorteil von bis zu 20 Prozent. Denn Raps ist u.a. ein idealer Stickstofflieferant für nachfolgende Kulturen – und trägt damit als Teil einer Fruchtfolge (Winterraps – Winterweizen – Wintergerste) zu einer sicheren Profitabilität bei. Zudem sichern sich Landwirte durch den Rapsanbau hohe Deckungsbeiträge.

Verbesserte Bodenqualität:

Die Raps-Wurzeln wachsen tief in den Boden hinein. Das lockert das Erdreich auf natürliche Weise auf. Dadurch können Landwirte die maschinelle Bodenbearbeitung reduzieren. Gleichzeitig beschattet Raps durch sich früh ausbildendes Blattwerk den Boden – und unterdrückt somit die Konkurrenzpflanzen.

Integriertes Resistenzmanagement:

Im Raps kommen meist andere Herbizid-Wirkstoffgruppen zum Einsatz als in Gerste oder Weizen. Weil sich in der Fruchtfolge Wirkmechanismen abwechseln, sinken der Selektionsdruck von Unkräutern und Ungräsern sowie Aufwandsmengen automatisch.

Höhere Nachhaltigkeit:

Raps zählt zur bevorzugten Nahrungsquelle von Honigbienen. So sichert der Rapsanbau die Artenvielfalt unter den Insekten in Deutschland.

Rapsanbau ist Pflanzenbau auf hohem Niveau

Raps ist eine arbeitsintensive Kultur. Neben einem feinkrümeligen Saatbett ist die Pflanze auf eine ausreichende Bodenfeuchte angewiesen, um einen gut etablierten Bestand zu erhalten. Zudem bleibt Raps nur ein kurzes Zeitfenster, in dem die Kultur möglichst viele Blätter entwickeln muss, um gesund durch den Winter zu kommen. Krankheiten wie die Kohlhernie, die die Rapswurzeln angreift, und Schädlingsbefall durch den Rapserdfloh nehmen zu. Gleichzeitig fallen aufgrund strenger Regularien bewährte Wirkstoffe weg und die verschärfte Düngeverordnung erlaubt nur noch einen reduzierten Einsatz von Stickstoff-Dünger.

Ein gesundes Pflanzenwachstum ist jedoch die Basis für hohe Ernteerträge. Bayer bietet mit DEKALB ein umfangreiches Portfolio an Saatgut – angepasst an die unterschiedlichsten Herausforderungen. Über die Sortenwahl können Landwirte auch bei verspätetem Saattermin einen hohen Ernteertrag sichern.

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Johannes Häge stellt Ihnen die Rapssorten-Versuche in Bäumenheim vor.

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