Agrar Magazin / AgrarDialog

Peter R. Müller
AgrarDialog

Peter R. Müller: „3 Vorsätze, 3 Wünsche, 3 Fragen – Meine Vorsätze für 2022“

Januar 2022. Der Start in ein neues Jahr birgt immer auch Ungewisses: Wie werden die nächsten zwölf Monate verlaufen? Was wird gelingen, was wird uns herausfordern? Über diese und weitere Fragen mache ich mir viele Gedanken. Einige der Entwicklungen kann ich durch meine eigenen Handlungen und Herangehensweise mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Anderes liegt dagegen eher nicht in meiner Hand, obwohl es mich auch betrifft.

Ich habe drei Vorsätze und drei Wünsche formuliert, um meine Überlegungen zusammenzufassen.

Und mindestens genauso interessant für mich, ist die Frage, wie Sie in dieses neue Jahr gestartet sind – mit welchen Vorsätzen und Wünschen, in Vorfreude worauf und mit Respekt wovor? Ich freue mich darauf, mich dazu mit Ihnen auszutauschen.

Meine drei Vorsätze für das Jahr 2022

3 Vorsätze Wünsche Fragen

1. Besser zuhören

In den aktuellen Debatten, innerhalb und außerhalb der Agrarbranche, wird es zukünftig immer wichtiger werden, die Positionen der unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Gruppen zu verstehen. Ich nehme mir vor, den Menschen, mit denen ich zusammentreffe, besser zuzuhören. Vor allem denen außerhalb der eigenen Blase. Auch wenn es gut tun mag, die eigene Meinung bestätigt zu sehen: Ich bin überzeugt davon, dass es wichtiger ist, neue Positionen kennenzulernen, selbst wenn diese nicht immer einfach auszuhalten sind. Besser zuhören ist dabei nur der Anfang: Die Perspektive zu wechseln und mich selbst immer wieder zu hinterfragen, auch das gehört zu meinen Vorsätzen. Mit mehr allgemeiner Bereitschaft zum Dazu-Lernen und Sicht-Wechseln könnte auch die Debatte um Landwirtschaft an Mehrwert gewinnen, denn unsere Branche und unsere Themen brauchen diesen konstruktiven Streit, da bin ich mir sicher. Zumindest gedanklich werde ich also in diesem Jahr öfter als bisher in die Rolle der „anderen“ schlüpfen

2. Work-Life-Balance schützen

Um die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ging es natürlich auch schon vorher – aber seit sich durch die Covid 19 Pandemie unsere Arbeitsbedingungen so essentiell verändert haben, mache ich mir umso mehr Gedanken darüber, welche Auswirkungen das auf meine Kolleginnen und Kollegen hat, und wie ich dafür Sorge tragen kann, weitere Belastungen und Einbußen entweder zu reduzieren oder ganz zu verhindern. Die vermeintliche Flexibilität und Zeitersparnis durchs Arbeiten im Homeoffice kann auch zur Falle werden, indem z.B. der Grat zwischen Arbeit und Freizeit immer schmaler wird. Ich glaube, das haben die meisten von uns schon erlebt. Ich habe es mir zum Vorsatz gemacht, meinen Kolleginnen und Kollegen bei der Bewältigung dieser Herausforderung zur Seite zu stehen und aus dem Spagat - wenn möglich - einen sicheren Stand zu machen.

3. In Bewegung sein

Für mich zurecht DER Klassiker unter den guten Vorsätzen: Körperlich fit zu sein ist wichtig für mich. Dafür möchte ich mehr tun in diesem Jahr. Sport ist der ideale körperliche und mentale Ausgleich, wenn man beruflich stark eingespannt ist. Mir dafür mehr Zeit zu nehmen ist mein dritter Vorsatz.

Haben Sie sich für dieses Jahr etwas vorgenommen?

Herzliche Grüße
Ihr Peter R. Müller
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