Agrar Magazin / Land und Leute

Youth Ag Summit 2019 in Brasilia
Land und Leute

Youth Ag-Summit 2019 - Hannes Bumann ist überzeugt: "Die Menschen interessiert, wo ihre Lebensmittel herkommen."

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Der Youth Ag Summit in Brasília thematisiert die globale Ernährungssicherung. 100 junge Delegierte zwischen 18 und 25 Jahren suchen im November gemeinsam nach Antworten und Lösungen für die größte Herausforderung unserer Zeit. Für Deutschland ist auch Hannes Bumann, 23, dabei.

Hannes wuchs auf einem Familienbetrieb direkt an der Ostseeküste auf. Seine Begeisterung für die Landwirtschaft begleitet ihn also schon seit frühester Kindheit. Aber erst ein Auslandsjahr in Neuseeland bestätigt ihn darin, dass er sich auch nach der Schule der Landwirtschaft widmen will.

Den Youth Ag Summit kennt Hannes deshalb schon länger. Eine gute Freundin von ihm nahm vor zwei Jahren in Brüssel teil - ihm fehlte damals noch die Zeit für die Bewerbung. Sonst wäre er gerne bereits 2018 dabei gewesen. Die drei Tage in Brasilien will er nun dafür nutzen, ein internationales Netzwerk mit den anderen Delegierten aufzubauen. Er sagt: "Hinterher findet sich bestimmt ein Weg, den man gemeinsam gehen kann."

 
Hannes Bumann, Youth Ag-Summit Delegate
"Wir jungen Bauern sind der Schlüssel für die Zukunft der Landwirtschaft", sagt Hannes Bumann, einer der fünf deutschen Teilnehmer des Youth Ag-Summits 2019 in Brasilien.

Mit seiner Idee zum Youth Ag Summit will Hannes den ländlichen Raum wieder in den Fokus rücken, gerade durch regionalen Anbau und Direktvermarktung. Denn für ihn ist klar: Regionale Erzeugung ist besser für das Klima. Kurze Transportwege, mehr Sicherheit und die Gewissheit über die Herkunft der Lebensmittel stehen im Fokus.

Diese Denkweise kennt er bereits von seinen Eltern. Der Familienbetrieb baut Tomaten, Gurken und Salat in regionalen Gewächshäusern an, die in nahegelegenen Hofläden verkauft werden. Diese Direktvermarktung vom Hof ist für Hannes essentiell, damit die Wertschätzung im ländlichen Raum erhalten bleibt. Er sagt: "Die Gewinne, die ich als kleiner landwirtschaftlicher Betrieb hier mache, will ich hier auch wieder in neue Projekte anlegen." Direktvermarktung heißt für Hannes aber auch, den eigenen Hof für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

"Die Menschen interessiert, wo ihre Lebensmittel herkommen."

Auch nach dem Youth Ag Summit will der Junglandwirt weiter daran arbeiten, den ländlichen Raum neu zu beleben. Auch seine Erfahrungen und Ideen will Hannes mit möglichst vielen Menschen teilen, um sie für landwirtschaftlichen Themen zu begeistern - genauso wie für die Agrarpolitik.

Denn Hannes ist stellvertretender Landesvorsitzender und Delegierter der Landjugend für Schleswig-Holstein. Er beschäftigt sich also jetzt schon viel mit Agrarpolitik. „Gerade die vielen politischen Debatten und der Austausch mit Gleichgesinnten macht mir sehr viel Spaß“, sagt Hannes, der sogar als einer von drei Deutschen bei der Europäischen Organisation für Junglandwirte delegiert ist.

Nebenbei studiert er übrigens im Master Agrarwissenschaften und engagiert sich mit der Landjugend in ganz Europa. Wahrscheinlich wird es nicht das letzte Mal sein, dass die breite Öffentlichkeit vom Junglandwirt Hannes Bumann hört…

Mehr zu den Hintergründen des Youth Ag Summit erfahren Sie auf der Website des Gipfels - genauso wie zu den 100 Delegierten aus aller Welt.